Im Rahmen des diesjährigen Projekts der Gesangsklasse 5a, unterstützt von der Klasse 5b, wagten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihrem Musiklehrer Roger Gehrig ein ambitioniertes Vorhaben: Sie inszenierten Mozarts „Die Zauberflöte“ als ein zauberhaftes Märchen.
Roger Gehrig verfasste dafür eine eigens vereinfachte Textfassung, die das Werk für die jungen Darstellerinnen und Darsteller leicht verständlich machte und ihnen großen Spaß bereitete. Das zugrunde liegende Libretto stammt von Emmanuel Schikaneder.
Handlung in Kürze
Der jugendliche Held Tamino wird zunächst von einem roten Drachen durch einen verwunschenen Wald gejagt. Drei Grazien, die von der Königin der Nacht geschickt wurden, retten ihn und beauftragen ihn, deren Tochter Pamina zu befreien. Pamina ist im Tempel des weisen Zauberers Sarastro gefangen, der das Licht der Vernunft verkörpert.
Die Grazien zeigen Tamino ein Bild von Pamina – er verliebt sich sofort. An seine Seite tritt der „beste, tollste und mutigste“ und ewig hungrige Vogelfänger Papageno, der anfangs beinahe seinen Papagei futtern wollte, sich am Ende jedoch glücklicherweise für „Chicken Wings“ entscheidet. Papageno sucht ebenfalls nach „seiner“ Papagena. Drei weise Knaben überreichen den beiden eine Flöte und ein Glockenspiel, die ihnen auf ihrer gefährlichen Mission helfen sollen.
Tatsächlich gelingt es Papageno mit Hilfe seiner Zauberglöckchen, Pamina aus der Bewachung Monostatos – einer Art Mini-Darth-Vader mit dem „Charme eines nassen Turnschuhs“ – zu befreien und zu Tamino zu bringen. Die beiden verlieben sich sofort, doch die drei Knaben stellen ihnen drei Prüfungen: Schweigen, Mut und Vertrauen.
Papageno scheitert bereits an der ersten Aufgabe (Schweigen), während Tamino standhaft bleibt, sich auch von zwei Gespenstern keine Angst einjagen lässt und Pamina vertraut. So erobert er seine Geliebte. Doch Papageno sucht weiterhin seine große Liebe. Nachdem er sich enttäuscht „ein Lied… oder eine Banane“ wünscht, raten ihm die drei Knaben, das Glöckchen zu läuten – und Papagena erscheint.
Die Königin der Nacht, noch immer wütend auf Sarastro und ihre Tochter, die sich mit ihm versöhnt hat, legt einen dramatischen Abgang mit Donner und Blitz hin. Musikalisch untermalt wird ihr Auftritt von der eindringlichen Arie „Der Hölle Rache“. Daraufhin wird es hell – die Nacht ist vergangen, das Licht hat über die Dunkelheit gesiegt – und die beiden Paare vereinen sich überglücklich.
Musikalische Begleitung
Musikalisch untermalt wurde das Musiktheater durch das Orchester unter Leitung von Roger Gehrig und den Musikmentorinnen Greta Röper und Anna Röck. Streicher, Blasinstrumente und eine Harfe brachten den Musiksaal zum Klingen, begleitet von eingängigen Chorliedern wie z.B. dem Lied des Vogelfängers, bei denen auch Musiklehrerin Claudia Scholz beim Einstudieren half. – Schwierige Arien wurden dabei durch sprechbare Dialoge ersetzt.
Dank und Mitwirkende
Schulleiterin Sonja Conrad dankte im Namen der anwesenden Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler herzlich Herrn Gehrig für sein großartiges und unermüdliches Engagement sowie den Kindern für ihre beeindruckende Leistung.
Das märchenhafte Bühnenbild und die farbenfrohen Kostüme – unter anderem Papagenos „echtes“ Federkleid – waren das Werk der Bühnenbild‑AG unter Leitung von Hanna Haug und Leonie Beck. Das passende Lichtdesign und die technische Umsetzung lagen in den erfahrenen Händen der Technik‑AG unter Leitung von Hannes Foßeler und David Stroh‑Prieto. Die szenische Gestaltung wurde von Kunstlehrerin Stefanie Hübner und Theatermentorin Jannika Heim unterstützt.
Fazit
Das Projekt war ein herausragendes Gemeinschaftswerk junger Schauspielerinnen und Schauspieler, das Vorfreude auf kommende Produktionen weckt – sowohl bei den Zuschauern als auch bei den Darbietenden!